Vonovia hält Immobilienwerte für robust und prüft Teilverkäufe zur Schuldensenkung
Vonovias Portfolio gilt als widerstandsfähig trotz geopolitischer Unsicherheiten
Frankfurt am Main — Der neue Vorstandsvorsitzende von Vonovia, Luka Mucic, bewertet die Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt trotz internationaler Spannungen gelassen. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erklärte Mucic, dass das Unternehmen derzeit kein Abwertungsrisiko für sein Wohnungsportfolio sehe und von einem stabilen Aufwärtstrend der Werte von zwei bis drei Prozent pro Jahr ausgehe.
Nach seinen Worten bleibt die Nachfrage nach Wohnraum hoch, besonders in Ballungszentren, wo der Wohnungsbau mit dem Bedarf nicht Schritt halte. Die Entwicklung der realen Mieten, gemessen an ortsüblichen Mietspiegeln, sei der entscheidende Indikator für die Werthaltigkeit der Bestände. «Unsere Annahmen sind realistisch», sagte Mucic und verwies auf die anhaltende Knappheit, die die Wohnungssuche für viele Menschen weiter erschwere.
Um die Verschuldung des Unternehmens zu senken, hat Mucic größere Teile des Portfolios als mögliche Verkaufskandidaten identifiziert. Dabei unterscheide Vonovia zwischen dem Kernportfolio mit innerstädtischen Wohnungen in guten Lagen und periphereren Beständen sowie dem Pflegegeschäft. Erstere eigneten sich eher für Investoren mit hohem Eigenkapitalanteil, etwa Family Offices, während Letztere höhere Renditen erzielen und für Finanzinvestoren mit stärkerer Fremdfinanzierung attraktiver seien.
Mucic berichtete von ersten Gesprächen mit nationalen und internationalen Interessenten und betonte zugleich, dass Vonovia nach einem Verkauf möglichst die Bewirtschaftung der Wohnungen weiterführen wolle. «Kein Käufer kann die Kombination aus Kosten und Qualität so liefern wie wir», so Mucic. Auch eine Zusammenarbeit mit kommunalen Anbietern werde geprüft.
Analysten sehen in der Strategie einer selektiven Portfolioaufstellung und der Kombination aus Verkauf und Fortführung der Verwaltung einen pragmatischen Ansatz, um die Bilanz zu entlasten, ohne die operative Stärke des Konzerns zu schwächen. Investoren bleiben gespannt auf die bevorstehenden Jahreszahlen, die weitere Hinweise auf die Finanzstrategie und möglichen Umfang von Verkäufen liefern dürften.

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