ÖBB starten Generalsanierung des Schillerhofs und schaffen 22.000 m² moderne Büroflächen
Generalsanierung des Schillerhofs sichert historische Substanz und schafft moderne Bürowelten
(Wien, 10. Oktober 2026) – Die ÖBB haben das umfangreiche Sanierungsprojekt Schillerhof vorgestellt. Das denkmalgeschützte Ensemble an der Elisabethstraße nahe Staatsoper und Karlsplatz wird komplett generalsaniert, das Dachgeschoß ausgebaut und als Multi‑Tenant Bürohaus mit rund 22.000 m² wieder in Betrieb genommen.
Die Planung verfolgt das Ziel, historische Qualitäten wie Fassade und Stiegenhäuser zu bewahren und zugleich zeitgemäße, offene Arbeitswelten zu schaffen. Pro Vollgeschoß entstehen etwa 3.000 m² flexibel teilbare Flächen. Das Erdgeschoß bleibt der Nahversorgung vorbehalten, Apotheke, Restaurant und andere Geschäfte an der Operngasse bleiben während der Bauarbeiten geöffnet.
Die ÖBB entwickeln das Projekt in Eigenregie und behalten das Gebäude im Konzernbesitz. Die Entscheidung für ein Multi‑Tenant‑Konzept fiel nach einer Machbarkeitsstudie, weil diese Lösung verschiedene Nutzergruppen zulässt und die Flexibilität für künftige Bedürfnisse erhöht. Die umfassende technische Erneuerung reicht vom Keller bis unter das Dach, inklusive moderner Haustechnik und energetischer Verbesserungen. Ziel ist eine Zertifizierung ÖGNI Gold sowie die Erfüllung der Vorgaben der EU‑Taxonomie.
Der Schillerhof wurde 1870 bis 1872 errichtet und hat eine wechselvolle Nutzungsgeschichte als Amtshaus, Gerichtsgebäude und lange Zeit als Verwaltungssitz der ÖBB. Mit der Sanierung kehrt das Haus zu seiner ursprünglichen Funktion als Arbeitsort zurück, dabei soll der historische Charakter erhalten bleiben.
Die ÖBB führen bereits Gespräche mit potenziellen Großmietern, darunter öffentliche Stellen und Kanzleien; der Fokus liegt auf Anker‑ und Großmietern, die zusammenhängende Flächen benötigen. Die Übergabe der Rohbauten an die Mieterinnen und Mieter ist für Ende 2030 vorgesehen, der Baubeginn ist Mitte 2028 geplant, die Bauphase soll rund 26 Monate dauern.
Zahlen, Daten, Fakten
- Standort: Schillerplatz 1–2, 1010 Wien
- Gesamtfläche: maximal rund 22.000 m², ca. 3.000 m² je Geschoß
- Nutzung: Multi‑Tenant Bürohaus, Erdgeschoßzone mit Handel und Gastronomie
- Baumaßnahmen: Generalsanierung, Ausbau Dachgeschoß, flexible Grundrisse, komplette Erneuerung der Technik
- Bauzeit: Mitte 2028 bis Sommer 2030, Übergabe der Flächen Ende 2030
Mit der Selbstentwicklung verfolgt die Immobilienstrategie 2030 der ÖBB das Ziel, langfristige Erträge im Konzern zu halten und damit die Finanzierung des Kerngeschäfts Schiene zu unterstützen. Der Schillerhof soll so für die kommenden Jahrzehnte zu einem modernen und zugleich denkmalgerechten Arbeitsort werden.