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Frankfurter Immobilienmarkt stockt: Preisklüfte dämpfen Transaktionen

10. Oktober 2026

Preisdisparitäten bremsen Transaktionen trotz vorhandener Liquidität

Frankfurt – Auf dem Frankfurter Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien bleibt die Erholung zögerlich. Zwar ist Kapital vorhanden, doch fehlt derzeit eine gemeinsame Preisbasis zwischen Käufern und Verkäufern, sodass viele Transaktionen ausbleiben oder verschoben werden.

Laut Analyse des Beratungsunternehmens Savills belief sich das Transaktionsvolumen in den ersten drei Quartalen 2026 auf rund 520 Mio. Euro. Das entspricht einem Rückgang von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt um 82 Prozent unter dem zehnjährigen Mittel. Innerhalb der letzten zwölf Monate wurden nach Angaben von Savills etwa 20 Verkäufe registriert, damit ein Viertel weniger als im Vergleichszeitraum zuvor.

Investoren konzentrieren sich demnach zunehmend auf Objekte mit stabilen Einnahmen, guter Lage und klar erkennbarem Wertsteigerungspotenzial. Verkäufer müssten mit realistischen Preisvorstellungen und einer überzeugenden Investment Story an den Markt treten, warnen Marktbeobachter.

Die Sektorverteilung zeigt, dass Büroimmobilien mit rund 360 Mio. Euro den größten Anteil am Frankfurter Umsatz hatten. Wohnimmobilien trugen etwa 150 Mio. Euro bei, Hotelimmobilien rund 90 Mio. Euro. Für Wohnobjekte berücksichtigt Savills nur Bestände mit mindestens 20 Wohneinheiten.

Auch die Renditen reagieren: Die Spitzenrendite für Frankfurter Büroimmobilien lag Ende September bei 4,6 Prozent, zehn Basispunkte über dem Vorquartal. Bei Geschäftshäusern blieb die Spitzenrendite bei 4,3 Prozent stabil.

Eine leicht positivere Einschätzung liefert Cushman and Wakefield: Das Haus meldet für die ersten neun Monate ein Transaktionsvolumen von 858 Mio. Euro in Frankfurt, ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt zeigt der deutsche Gewerbeinvestmentmarkt nach neun Monaten ein moderates Wachstum, die Dynamik hat sich jedoch deutlich abgeschwächt.

Marktbeobachter sehen den derzeitigen Zustand als stabil, aber impulsschwach. Die Nachfrage konzentriert sich auf zentrale Lagen mit belastbaren Cashflows und Gebäuden, die langfristig nutzbar sind. Ältere Bestandsobjekte geraten durch steigende Modernisierungskosten und veränderte Mieteranforderungen weiter unter Druck. Solange Käufer und Verkäufer keine gemeinsame Preisvorstellung finden, bleibt jedoch mit zurückhaltender Transaktionsaktivität zu rechnen.

Der Bericht stützt eine Nachricht von: fnp.de



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