Demire hebt Jahresprognose an und stärkt Bilanz nach 17,5 Millionen Euro Verkäufen
Demire stärkt Bilanz trotz rückläufiger Mieterträge
Die Demire Deutsche Mittelstand Real Estate AG hat ihre Jahresziele für 2026 nach oben korrigiert und betont den Kurs zur Bilanzverbesserung. Trotz eines Rückgangs der Mieterträge im ersten Halbjahr signalisiert das Management wachsende operative Stärke und eine gezielte Portfoliobereinigung.
Im ersten Halbjahr erzielte Demire Mieterträge in Höhe von 23,0 Millionen Euro nach 27,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ursache sind planmäßige Verkäufe einzelner Gewerbeobjekte. Am 13. August gab das Management den Abschluss von Verkäufen in Flensburg und Bonn mit einem Volumen von zusammen 17,5 Millionen Euro bekannt. Weitere Transaktionen über rund 40 Millionen Euro sollen im dritten Quartal vollzogen werden und dürften die Liquiditätslage zusätzlich festigen.
Die Gesellschaft rechnet nun für das Gesamtjahr mit Mieterträgen zwischen 42,5 und 44,5 Millionen Euro, zuvor wurde eine Spanne von 41,5 bis 43,5 Millionen Euro ausgewiesen. Noch markanter ist die Anpassung beim operativen Ergebnis: Für den Indikator FFO I prognostiziert Demire nun einen positiven Wert zwischen 0,5 und 2,5 Millionen Euro, nachdem zuvor eine Spanne von minus 1,0 bis plus 1,0 Millionen Euro angegeben worden war. Laut Vorstand spiegeln diese Zahlen Verbesserungen bei der operativen Effizienz und dem Kostenmanagement wider.
Die Aktie reagierte volatil auf die Neuigkeiten und notierte zeitweise mit einem Rückgang von etwa 11 Prozent auf 0,4260 Euro, liegt aber weiterhin deutlich über dem 52‑Wochen‑Tief. Analysten nehmen die Entwicklung positiv auf: Die NuWays AG bestätigte ihre Kaufempfehlung und nannte ein Kursziel von 0,80 Euro, was Vertrauen in die Strategie der Bilanzstärkung signalisiert.
Für Anleger wird das dritte Quartal zum Prüfstein: Der Vollzug der bereits vereinbarten Verkäufe soll die Verschuldung reduzieren und finanziellen Spielraum schaffen. Das Management betont zudem die Absicht, die Kommunikation gegenüber dem Kapitalmarkt zu erhöhen, um Transparenz zu schaffen und Vertrauen wieder aufzubauen.
Standorthinweis: Die genannten Verkäufe beziehen sich konkret auf Objekte in Flensburg und Bonn, die strategisch zur Portfoliooptimierung veräußert wurden.