Überraschung auf dem Wohnungsmarkt: Warum Bochum und Nürnberg bei den Mieten auffallen
Mieten ziehen in vielen Großstädten an, Spitzenreiter überraschen
Der Markt für Eigentumswohnungen und Mietwohnungen bleibt in Bewegung. Aktuelle Daten zeigen, dass Kaufpreise im Durchschnitt weiter gestiegen sind und auch die Mietpreise in zahlreichen Großstädten wieder anziehen. Auffällig sind dabei nicht nur die bekannten Metropolen, sondern auch Städte wie Bochum und Nürnberg, die deutliche Zuwächse verzeichnen.
Marktlage kurz zusammengefasst
Im Vergleich zur Vorjahreswoche liegt der durchschnittliche Kaufpreis für Eigentumswohnungen nun bei rund 4213,14 Euro pro Quadratmeter und damit 1,97 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Mietwohnungen kosten derzeit im Mittel 13,61 Euro pro Quadratmeter; das entspricht einem leichten Anstieg von 0,72 Prozent gegenueber dem Vorjahr.
Wo die Preise besonders steigen und wo sie fallen
In 13 der 19 betrachteten Großstädte sind die Quadratmeterpreise gestiegen. Besonders stark verteuert haben sich Immobilien in Bochum, Dresden und Wuppertal. Am deutlichsten erhöhten sich die Kaufpreise in Bochum mit durchschnittlich 3037,03 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von 7,88 Prozent. Dresden folgt mit 4068,46 Euro pro Quadratmeter und einem Anstieg von 7,34 Prozent, Wuppertal verzeichnet 2560,64 Euro pro Quadratmeter bei einem Plus von 6,06 Prozent.
Demgegenüber sanken die Preise in einigen großen Zentren gegen den Trend. In Dortmund, Frankfurt am Main und Stuttgart gab es Preisrückgänge zwischen 2,48 und 4,81 Prozent.
Mietentwicklung: Bochum und Nürnberg vorn
Bei den Mieten zeigen sich ebenfalls regionale Verschiebungen. Die größten Mietanstiege im Vergleich zum Vorjahr melden Bochum, Nürnberg und Essen. Mietinteressenten zahlen in Bochum durchschnittlich 9,94 Euro pro Quadratmeter, das sind 7,55 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. In Nürnberg liegt der mittlere Mietpreis bei etwa 14,44 Euro pro Quadratmeter, ein Plus von rund 4,48 Prozent. Auch Essen verzeichnet ein deutlicheres Plus.
Umgekehrt haben Berlin, Hamburg und Leipzig leichte Mietrückgänge registriert, mit Minderungen von bis zu etwa 9,03 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Solche regional unterschiedlich verlaufenden Entwicklungen deuten darauf hin, dass die Nachfrage weiterhin sehr lokal gesteuert ist und von Angebot, Nachfragestruktur und regionaler Wirtschaftskraft abhängt.
Was das für Mieter und Eigentümer bedeutet
Die Zahlen bedeuten für Wohnungssuchende in stärker steigenden Regionen weiter zunehmenden Druck auf dem Markt. Eigentümer und Investoren sehen dagegen überwiegend eine Stabilisierung oder leichte Erhöhung der Werte. Gleichzeitig bleibt die Lage heterogen: Nicht jede Stadt folgt dem übergeordneten Trend, weshalb lokale Daten für Entscheidungen auf dem Immobilienmarkt wichtiger sind denn je.
Die Entwicklung zeigt eindringlich, wie sehr der Wohnungsmarkt in Deutschland regional differiert. Kurzfristige Schwankungen können einzelne Städte deutlich treffen, während andere Märkte eher ruhen oder sogar abklingen.

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